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Erinnerung an die große Depression der 1930er

USA: Während der „Großen Depression“ in den 1930er Jahren nannte man solche Zeltlager „Hoovervilles“ – benannt nach dem damaligen Präsidenten Herbert Hoover (http://de.wikipedia.org/wiki/Herbert_Hoover), der für den Absturz der Wirschaft verantwortlich gemacht wurde.

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Nun, Jahrzehnte später scheint sich diese Geschichte zu wiederholen. „Tent City“ Nickelsville gegründet im September 2008, kurz nach der Pleite der Lehman Brothers.http://de.wikipedia.org/wiki/Lehman_Brothers

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Living the „American Dream“!?

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Blog-Autorin Arianne Huffington referiert, dass alle 30 Sekunden ein Amerikaner den Offenbarungseid leistet, die durchschnittliche Pro-Kopf-Verschuldung bei 16.000 Dollar liegt. Ein noch verantwortungsvolles Wirtschaften verglichen mit dem Staat, der bis zum Jahr 2020 alleine 900 Milliarden Dollar Schuldendienst pro Haushaltsjahr leisten muss. Unbezahlbar, sagt Huffington, unerträglich.

Amerika produziere zudem nichts anderes mehr als Waffen und explosive Finanztricksereien. In einem Drittweltland kann sich eine Mittelklasse noch nicht bilden, in Amerika stirbt sie an Auszehrung. An die Stelle von Chancen und Träumen im „Land of opportunity“ sei Furcht getreten. Nichts habe Amerika, das Land der Mutigen, mehr zu fürchten als die Existenzangst.

Das Imperium rüstet sich zu Tode

„Ein weiteres Zeichen, dass wir auf dem Weg sind, ein Drittweltland zu werden, ist das Verschwenden von Billionen Dollar in unnötigen Kriegen“, argumentiert die Autorin, „Sie wollen Drittweltdenken? Wie steht’s mit Nordkorea, das in den Atomklub drängt, während seine Menschen hungern?“ Von den Römern bis zu der Sowjetunion hätten sich Imperien zu Tode gerüstet, notiert Huffington und beruft den Historiker Arnold Toynbee als Zeugen: Zivilisationen sterben durch Selbstmord, nicht Mord. Huffington scheut sich nicht, auszurechnen, was mit den 747 Milliarden Dollar Steuergeldern, die seit 2003 in den Irak-Krieg flossen, zu Hause an Wohltaten und Wohltätern zu schaffen gewesen wäre. Elf Millionen Polizisten oder ebenso viele Grundschullehrer.

Solche Rhetorik atmet die noble Naivität von „Frieden schaffen ohne Waffen“. Arianna Huffington hätte ihre Mühe, selbst degradierten, hoffnungslosen Amerikanern die Idee anzutragen, auf den Status der letzten verbliebenen Supermacht zu verzichten. Der chauvinistische Reflex, der alles, vom Bildungssystem bis zum Gesundheitswesen, von den Autos bis zum Sport und den Soldaten, in Amerika für größer, reicher, edler, besser hält als im Rest der (barbarischen) Welt, ist gerade unter jenen verbreitet, die von den Wohltaten am wenigsten haben. Arianna Huffington ist lange genug im Land, um das Phänomen zu kennen.

Vollständiger Artikel von Arianna Huffington: http://www.welt.de/debatte/kommentare/article9482802/Die-Furcht-regiert-im-Land-der-Mutigen.html

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Arianna Huffington (Geburtsname: griechisch Αριάννα Στασινόπουλος, Arianna Stasinopoulos; * 15. Juli 1950 in Athen) ist eine US-amerikanische Sachbuchautorin und Journalistin griechischer Herkunft. Sie ist Mitbegründerin und Chefredakteurin der Online-Zeitung The Huffington Post. Aufgrund ihres Einflusses als politische Blog-Autorin wurde sie als „Citizen Huff“[1] und „die Königin der Blogger“[2] bezeichnet.

Dazu noch ein ca. 4 minütiges Video aus dem Jahr 2012

Quellen: http://www.seattleglobalist.com/2013/03/27/seattles-tent-cities-local-reflection-of-global-slums/11743

http://www.welt.de/debatte/kommentare/article9482802/Die-Furcht-regiert-im-Land-der-Mutigen.html

http://www.tagesspiegel.de/politik/international/armut-in-den-usa-ihr-weg-ins-zelt/1500016.html

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Ein Kommentar zu “Leben im DRECK – die Zeltstädte der USA

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